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Herbst

Nach „House of Love“ folgt aus gegebenem Anlass eine dritte Wiederaufnahme von Janne Tellers „Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier“– meiner Debutinszenierung von 2013, noch vor der großen Flüchtlingswelle. Gespielt wird vom 26.11-17.12.2016 im THEATER an der GLOCKSEE. Ich habe in unserem kleinen Theater eine poetisch zarte Zuschauermigration mit 1 Tonne Sand inszeniert, von der wir niemals dachten, dass wir sie wieder aufnehmen ( weil zu aufwendig im BB ). Doch die Zeichen der Zeit wollen es anders und so starten wir in Runde 3. Auch nach knapp 2 Jahren täglicher Berichterstattung in den Medien über Flüchtlinge, die zu uns nach Deutschland kommen, und einiger persönliche Kontakte, schafft es Janne Tellers winziges Gedankenexperiment trotzdem nach wie vor auf Platz eins meiner Phantasie-und Empathie – Brücken: Durch ihren Roman schaffe ich es, mir das Unvorstellbare, den Krieg,  vorzustellen. Und mein Herz zu öffnen- und offen zu halten. Weil ich im sicheren Rahmen selbst erfahre, was es heißt, nicht zu verstehen, ausgeliefert zu sein, die Regeln nicht zu kennen, falsch verstanden zu werden und meinen Platz nicht zu finden, nichts tun zu dürfen. Und alles eintauschen zu wollen für die Rückkehr in ein friedliches, liebevolles Zuhause mit den Menschen, die mir dort noch geblieben sind. Doch das gibt es nicht mehr.  Zitat: „Jemand kam und stahl dein Leben. Und machte es zu etwas, was weder hier noch dort ist.“ Janne Teller ist etwas Unglaubliches gelungen und ich bin sehr dankbar, dass sie uns diese Erfahrung möglich gemacht hat.

 

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Gedicht für Tante Böhmermann

ABER Juhuu:Schön, dass wir gerade wieder in Vorbereitung auf „Das wundersame Aktionsbündnis der Tante Trottoir“ sind und ich freue mich sehr darauf! Tante Böhmermann hat ja gerade schon wieder nen Coup gelandet und die Nation in 1a Qualität verwirrt. Wenigstens einer, der seinen Job macht. Und wo schon alle drüber reden: wer züchtet eigentlich diese Sa-Tiere? Sehen die eher aus wie  Legebatteriehennen,Filzläuse oder Waschbären? Jan, die Tanten sind ebenfalls verwirrt und ziehen ihre Hüte vor Dir und kratzen sich am Gemächt. Mach Dir keinen Kopp, wir feilen Dich da raus! Hier eine Ballade von 2050, die ich im Archiv der NSA fand:
(Achtung, das ist gelogen! Ich habe das nicht im Archiv gefunden!)

Liebe Tante Böhmermann
es war einmal ein Erdogan
dem zogst du die Hosen runter
worauf er ganz wild und munter
allen die Hosen runterzog!
Nun standen alle nackt und froren
suchten in Justizias Schoß
nach den Werten und den Hosen
fanden Paragrafen bloß!
Wild rannte die nackte Horde
und fiel über’nander her
auf der Suche nach der Freiheit
wünschten sie sich frohes Beileid
sahen ihre Schrumpelklöten
sahen sich ertappt erröten
Menschsein ist doch gar nicht schwer.

 

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Zur Zeit

Im Frühjahr 2016 werde ich nun mal endlich künstlerisch alle Viere von mir strecken und hinaus in die Welt wandern,Kühe melken, mir Blasen laufen, bisschen Theater gucken und dann mal schauen, wann ich, vermutlich arm aber hoffentlich sexy und in welcher Form überhaupt, an die Bühne zurückkehren möchte! Aaaah! Allein bei dem Gedanken an soviel Freiraum habe ich sofort wieder Lust auf Theatermachen! Verhext!

Vorher werde ich aber nochmal kreativ in Hamburg mein Unwesen treiben und zwar mit den großartigen Sachensuchern von „die AZUBIS“!
1 Woche Kamikazeproben und dann raus mit allem unfertigen urban shit!